Sonntag, 31. August 2014

früüühstück

ich lese gerne in anderen blogs, erstaunlicherweise nur in weiblichen. über männliche blogs bin ich noch gar nicht gestolpert. vielleicht schreiben die herren nicht über themen, die mich interessieren, oder sie schreiben einfach gar nicht. männer reden ja nicht so gerne.

auf jeden fall schreiben ganz viele, ganz kluge und ganz hübsche frauen kompetent über ganz viele themen und ich lese gerne mit und schaue mir die fotos an. von ganz alleine bin ja auch ich nicht auf die idee gekommen, selber einen blog zu verfassen....

zum schuljahresbeginn habe ich einen blog gelesen, bei dem ich mir dann allerdings ganz klein und ganz schäbig vorkam. diese mutter postete die ferienende schulbeginnsrituale ihrer familie und stellte fotos der brotboxen ihrer kinder online. 

natürlich hat sie nicht nur die popeligen zwei durchschnittskinder sondern mehr, natürlich ist sie berufstätig und fotografiert hobbymäßig in profi qualität und natürlich bekommen ihre kinder ein liebevoll gestaltetes bio-vollwert-absolut-gesund-frühstück in ihre box gelegt (wahrscheinlich liegen ihre haare immer perfekt, sie ist nie in zeitnot, trägt nur toll zusammen passende kleidung und die wohnung ist immer geputzt...ich schweife ab.)
 
in silikon-muffin-förmchen säuberlich voneinander getrennt in einer großen kiste gab es dort herzförmig ausgeschnittenen gouda auf kleinen mini-tomaten (garantiert nicht gespritzt sondern vom biobauern und der käse war von glücklichen kühen, die nur glückliche kräuter essen und nie pfurzen)mit einem designten zahnstocher zusammen gehalten, die brote waren in blumenform ausgestochen und bestimmt nicht mit schnöder salami sondern mit ultra-hippem veganen brotaufstrich versehen, die obststückchen als spieß gebastelt und mit einem hauch von öko-zartbitter-schokolade überzogen. dazu gab es dann bestimmt noch irgendein äußerst mineralstoffreiches und garantiert ohne zucker versehenes getränk in einer formschönen flasche (der gerechtigkeit halber muss ich sagen, das letzteres meiner fantasie entspringt, das war nicht mehr auf dem foto zu sehen.... aber ehrlich, die kinder werden bestimmt nicht mit einer kleinen pfand-plastikflasche in die öko-privat schule in berlin marschieren. wahrscheinlich dürfen sie das auch gar nicht, weil jan-malte und gustav bestimmt schon bei der taschenkontrolle in der garderobe von der traurig dreinblickenden grundschullehrerin wieder nach hause geschickt werden, weil plastikflaschen gegen die schulordnung verstoßen... aber ich schweife ab... passiert mir öfter).

so sehen brotboxen bei uns nie aus. dafür fehlt mir schlicht und ergreifend morgens auch die zeit (und ich besitze keine silikon muffin förmchen, aber das könnte ich noch ändern).

bei uns müssen morgens 4 leute gleichzeitig zur arbeit und zur schule und ich bin heilfroh, wenn alle irgendetwas zu essen mithaben, die große den bus erwischt, der kleine das sportzeug nicht vergisst und die wohnung nicht ganz so aussieht,als wenn eine bombe eingeschlagen hätte. schließlich will ich nachmittag bei der heimkehr nicht noch immer die frühstückskrümel des vormittages vorfinden. nein, ich brauche platz, um neuen dreck machen zu können...

also schmiert jeder sein frühstücksbrot allein (ja, auch die kinder, ich weiß, ich bin eine rabenmutter) und füllt sich wasser (aus dem hahn, kohlensäure halten die flaschen nicht aus) gemixt mit saft (wenn noch welcher da ist) ab und wirft alles in seine tasche. 

ein schlechtes gewissen ließ mich letzten für die kinder äpfel klein schneiden, weil der kleine so gerne mal wieder obst mit haben wollte (dabei nimmt seine schule an so einem blöden eu-obstprogramm teil, eigentlich bekommt jede klasse ein tablett mit obst und gemüse gereicht. ich weiß das ganz sicher, ich habe auch schon mal drei wochen lang jeden morgen mit einem stumpfen messer obst für die gesamte schule und das lehererzimmer (!) geschnitten. aber so knapp nach den ferien kann man nicht erwarten, dass dieses programm schon organisiert ist, also gibt es nichts. ganz klare kiste. frühestens zu den herbstferien gibt es wieder obst in der grundschule! was bis dahin mit den gelieferten waren passiert ist mir schleierhaft.... aber ich schweife ab).

ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich in ehrfurcht erstarren soll und mich weiterhin schäme für die brotboxen meiner kinder.(oder, ob ich demnächst früher aufstehen sollte und auch das brot morgens frisch backe und mit möhrenschnitzel kleine erhellende botschaften auf die brote meiner kinder legen, als aufmunterung für den tag.)

nicht, dass sie nur aufgrund meiner brotboxen-unfähigkeit in der schule gemobbt werden, weil alle anderen kinder so coole und liebevolle essensachen mithaben, nur meine nicht. vielleicht muss ich auch bald mal zu einem ernsten gespräch mit der lehrerin anrücken, die mir mein fehlverhalten noch einmal drastisch vor augen führt. eventuell sind meine kinder auch gar nicht in der lage, vernünftig zu lernen, weil alleine der gedanke an ihre sie demütigenden brotboxen sie völlig kirre macht und/oder sie nicht ausreichend mit spurenelementen, cerrealien und kohlenhydraten versorgt werden, um überhaupt in der lage zu sein, dem unterricht angemessen zu folgen.

vielleicht lügt die dame aus dem blog aber auch nur und an allen anderen tagen sehen die frühstücksdosen ihrer kinder genau so schnöde und langweilig aus wie bei uns.

 so sieht ein normales, selbtgeschmiertes käsebrötchen von kind 1 aus

ein bisschen bio gab es bei uns heute dann auch, tomaten aus dem eigenen garten, garantiert nur von der nachbarskatze gedüngt!

Mittwoch, 27. August 2014

Spinnenalarm

zur zeit bilden mein mann und sein sessel eine einheit. um ihn herum sämtliche lebensnotwendigen fernbedienungen, getränke und telefone. im großen und ganzen ist die lage stabil. seit vorgestern kann er sich wieder alleine die schuhe anziehen, eine doch nicht unerhebliche erleichterung, auch für mich.

vor ein paar tagen war er noch nicht ganz so mobil, bis auf neulich abends. 
mit einem lauchten "ha" springt (!) er aus dem sessel und zerrt sich hektisch einen birkenstock-schlappen vom fuss, wobei er heftig schwankte und umzukippen drohte. 
ob dieser akustisch und optisch verblüffenden darbietung, sprang ich quasi zeitgleich mit ihm auf, um ihn verwundert nach dem grund dieses auftrittes zu fragen.

"da ist gerade eine riesige spinne unter unser sofa gelaufen. ich wollte sie erwischen."

wie niedlich von ihm. er, der sich zu diesem zeitpunkt nur unter mühen seine eigenen socken anziehen konnte, wollte für mich als ritter auf dem weißen pferd die spinne töten. weiß er doch, wie wenig ich diese viecher mag. 
aber nun war sie ja unter dem sofa. auch ohne verletzung kam man (oder frau) an dieses tierchen nicht mehr so einfach ran, schon gar nicht mit nem schlappen, bei dem man ja auch noch ein wenig schwung zum ausholen braucht für den finalen schlag.

gemeinsam näherten wir uns dem sofa, wobei mir noch immer unklar war, worin genau nun seine hilfe bestehen sollte. außerdem hatte ich die spinne noch gar nicht gesehen.

ich bückte mich, um den hocker beiseite zu schieben, um an das besagte sofa überhaupt erst einmal heran zu kommen.

während ich noch in der vorwärtsbewegung bin, schreckt mein mann an mir vorbei, um mir ins ohr zu tröten. "da isse!"

vor schreck habe ich mir den hocker fast auf den fuss fallen lassen.

"sach ma spinnst du? ich krich hier gleich nen herzriss! stell dir vor, es gab ein leben vor dir, in dem ich ganz alleine mit spinnen fertig werden musste. ungerne zwar, aber es ging. ich schaffe das, wenn du mir nicht mehr weiter "hilfst" ! mein gott, wie groß kann sie schon sein. du benimmst dich, als wenn sie gleich mit dem sofa als tarnung zusammen heraus spazieren würde!", sprach ich souverän und schaute  unter die couch. 

ich hörte noch ein leises, "wie du meinst, SCHATZ, ich wollte dich nur retten".... und dann sagte ich erst einmal nichts mehr sondern hauchte einige zeit später lediglich kleinlaut und ergriffen: "kann diese tennisballgroße erhebung im boden tatsächlich eine spinne sein?"

ach du scheiße,....
...... vielleicht konnte der weltbeste ehemann überhaupt aufgrund einer spontangenesung die beseitigung diese urzeitwesens doch vornehmen. ich war mir jetzt nicht mehr so sicher, ob ich dieser herausforderung gewachsen war. 

auf jeden fall brauchte ich eine wesentlich bessere bewaffnung als lediglich einen schlappen in größe 45. der war definitiv zu klein. wahrscheinlich würde sie einfach ihre bauchmuskeln anspannen und damit der kraft des schlappens einhalt gebieten. vielleicht würde sie ihn auch locker mit einem bein aufhalten und mich dabei arrogant angähnen.... 

wie auch immer, hauptsache sie bewegte sich nicht. laufen wollte ich sie beim besten willen nicht sehen. die möglichkeit, dass sie mit dem sofa zusammen auf wanderschaft gehen würde, erschien mir nicht mehr abwegig.

mein suchendes auge fiel auf den faul herumlungernden staubsauger. mit kennerblick schätze ich die länge der saugstange ein und war mir nicht sicher, ob 1,20m als abstand zwischen ihr und mir ausreichen würden. aber auch energisches ziehen bewirkte keine verlängerung, ich musste es versuchen.

mit todesverachtung legte ich mich auf den boden, den staubsauger in der hand, schaltete den sauger ein und näherte mich dem vieh. ich robbte noch näher heran, näher.... 

... und nichts passierte. 

ich stellte den staubsauger auf maximum und ging noch ein paar mm näher an die spinne. langsam aber sicher wurde sie angezogen und wehrte sich allerdings mit allen 8 beinen, tatsächlich in der öffnung zu verschwinden. sie stemmte sich dagegen! 

ich wollte gar nicht wissen, dass spinne so etwas können. hilfe!

irgendwann machte es "plopp" und sie war in unserem staubsaugerbeutel. erleichtert schauten wir uns an, um dann gemeinsam auf den staubsauger zu starren. wir waren uns einig, dass unsere wohnung noch gaaaanz dringend an diesem abend grundgesaugt werden musste, der staubsauger also noch locker ne viertelstunde in betrieb sein musste. 

anschließend stellten wir ihn auf die terrasse, so ein staubsauger braucht schließlich auch mal frische luft.  

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nachtrag:

mein mann ist noch immer recht unbeweglich und ist nun mit dem staubsauger auf fliegenjagd gegangen. auf meine frage, was er denn da tue, antwortete er: "die spinne füttern!"

AAAAARGHHH....

Samstag, 23. August 2014

fortsetzung krankenhaus

eine stunde später. die kinder waren versorgt, ich wieder zurück zur klinik. 
männe lag in der stabilen seitenlage auf einer liege in irgendeinem raum der notaufnahme und verkündete mir, dass ich ihn noch anmelden müsste, damit er auch behandelt werden kann. und was wäre jetzt passiert, wenn ich nicht vorbei gekommen wäre oder erst drei stunden später?....

an der anmeldung war es voll. richtig voll, nicht nur so ein bisschen.

die dame vor mir lieferte ihre mutter ein, die irgendwann in grauer vorzeit am ohr operiert worden war. jetzt musste täglich der verband gewechselt werden. "das macht ja meine tochter, wissen sie, die hat sich dazu bereit erklärt,und das, obwohl sie gar keine zeit hat. und wenn was ist, sollen wir vorbei kommen, hat der doktor gesagt. aber jetzt ist da gar kein HNO mehr." (könnte daran liegen, dass es 18.30 uhr am mittwoch ist.)

"was hat ihre mutter denn?"
"ja ich sach ma so, es läuft so richtig, es strömt aus dem ohr."
"oh je, und seit wann?"
"seit heute morgen."

-pause-

bierernst antwortete die krankenschwester in der anmeldung: "herzlichen glückwunsch, sie haben also nur knapp 10h gebraucht, um die klinik zu finden."
das prallt ungehört an der dame ab. erleichtert antwortet sie: "sie meinen also auch, dass es besser ist, dass da mal einer drauf schaut? .... aber nicht, dass das jetzt so lange dauert hier."

danach kam eine frau mit selbstdiagnostiziertem hörsturz (seit gestern, aber sie muss jetzt zum arzt, meint auch ihr nachbar und der muss es wissen, der ist nämlich zahnarzt), ein junge mit splitter im fuß und dann komme ich. dachte ich. denn jetzt telefoniert die anmeldung erst einmal mit einem kollegen, dass sie morgen doch nicht arbeiten kann, da sie zum TÜV muss und sie erklärt ihm auch gleich ganz genau, was das auto alles hat. 

ich gehe mir erst einmal kaffe holen. 
der automat ist kaputt. natürlich.

gegen 22.00 waren wir dann wieder zu hause. auf dem röntgenbild war nichts zu sehen. männe bekommt schmerzmittel und ein paar aufmunternde worte mit auf dem weg und tschüß. 

draußen vor der klinik schaue ich mir meinen mann an, dann das auto, dann wieder meinen mann. 
ich konnte ihn nicht überzeugen, sich ins auto zu setzen. ich musste ihn seitwärts auf der rückbank liegend nach hause transportieren. kurzfristig sah es so aus, als ob er es vorzöge, mit einem kissen und einem kalten bier im auto zu nächtigen... ganz ehrlich, wie wir ihn da wieder heraus bekommen haben, weiß ich im nachhinein gar nicht mehr.

die gründlichere nachuntersuchung in der röhre hat ergeben, dass er doch einen bruch hat mit heftigen einblutungen und dass er sich den titel "doch kein simulant" hart erkämpft hat. der sessel im wohnzimmer wird wohl für längere zeit seine basisstation bleiben.

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in der zwischenzeit sind wir von den ereignissen des lebens (und des todes) eingeholt worden und haben auf schmerzliche art und weise erfahren, wie schnell sich das leben innerhalb von sekunden radikal und grundlegend ändern kann.

ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam über seinen unfall lachen können!

Freitag, 15. August 2014

mein mann fährt fahrrad...

... das ist jetzt nichts besonderes. allerdings fährt er mountainbike und das gerne auchmal dort, wo sonst niemand ist. ich habe ihn gezwungen, ein handy mitzunehmen.

das letzte mal, als er mich anrief und mich bat, ihn abzuholen, war seine sattelstange gebrochen. so weit - so lustig.

vorgestern klingelte mein handy, als ich auf meiner täglichen mutter-kind-taxi-runde im auto saß. tochter ging ans telefon. "mama, papa sagt, du musst ihn abholen." "wo? und was ist diesmal am fahrrad kaputt?" "papa sagt, das fahrrad wäre heile..." oha.... aber immerhin spricht er noch...

an der vereinbarten stelle gabelte ich ihn auf. aus dem wald hatte er sich aus eigener kraft gerobbt, mit fahrrad. er meinte, er hätte auch nicht so genau gewusst, wo er gewesen sei, glaubt also auch nicht, dass ihn jemand dort gefunden hätte. wie beruhigend.

die situation war wie folgt: auf der rückbank saßen die kinder, im kofferraum waren die reitsachen der tochter und eine riesige tüte für den altkleidercontainer. dazu kam dann jetzt ein großes mountainbike und ein stehender mann mit festgefrorenem grinsen, der mir glaubhaft versicherte, sich nicht setzten zu könnnen. ...puuh....

souverän wollte ich das fahrrad einfach an der nächsten laterne anketten und später abholen, aber natürlich (!) hatten wir keinen schlüssel für das schloss dabei. meine glorreiche idee, das gerät bei der örtlichen polizeistelle unterzustellen, scheiterte am mittwochnachmittag - da hat die behörde geschlossen. mittwochs passieren keine verbrechen, muss ich mir merken.

also baute ich das fahrrad ohne rücksicht auf mich, oder auf meine klamotten, oder auf das fahrrad, ohne werkzeug auseinander, stopfte es in den kofferraum, lief die heckklappe offen und wollte los fahren. allerdings stand mein mann noch immer neben dem wagen. er meinte es ganz offensichtlich ernst mit seinem "ich kann mich nicht setzen."

die logische konsequenz wäre natürlich ein krankenwagen gewesen. aber seien wir ehrlich, krankenwagen ist was für luschen und verletzte.

lange, lange, lange zeit später war er auf dem beifahrersitz gelandet, sitzen konnte man es nicht nennen. (kind von hinten: "mama, was macht papa da?" " er steigt ein!" "bist du dir sicher?...") mit etwas drücken haben wir sogar die autotür schließen können. scheiß was auf die knie, wer braucht schon knie.

ab zum krankenhaus.

dort vorgefahren parkte ich direkt vor dem haupteingang, ließ die kinder im auto, hoffte, dass das fahrrad nicht rausfiel und mein mann nicht direkt umkippte, beim versuch, sich wieder aus dem auto zu schälen.

an der info angekommen bekamen wir die gelangweilte auskunft, in die notaufnahme zu gehen. (ja sicher. wir könnten auch joggen, das wäre dann schneller.) "äh, alleine laufen wird nicht gehen," wagte ich einzuwerfen. "na dann nehmen se halt den rollstuhl," antwortete die freundliche dame. "und wer schiebt ihn?", fragte ich (abgesehen davon, dass er ja auf keinen fall sitzen wollte). "sie, wer denn sonst. sie begleiten ihn. oder glauben sie, dafür haben wir hier personal?!" (ja, das hatte ich tatsächlich gedacht. wie töricht von mir. tststs) sprach sie und starrte wieder auf ihren bildschirm. ich starrte nach draußen auf mein kreativ geparktes auto. "jo, wenn sie meinen, dass der wagen so lange so stehen bleiben kann, inklusive zweier aufgeregter kinder....." "nein, den müssen sie selbstverständlich unverzüglich wegfahren." nun schätzchen, entweder - oder. beides kannste nicht haben.

mit einem seufzer, der klar machte, dass die last dieser welt oder zumindest die gesamte ukraine krise auf ihren schultern ruht, organisierte sie jemanden, der meinen mitlerweile leichenblassen mann, der sich am tresen verkrampft hatte (ob wir die finger unfallfrei würden lösen können, wagte ich zu bezweifeln) und der nicht sprach, in die notaufnahme brachte. 

als abschied tönte es hinter dem tresen hervor "ja wenn es denn ein notfall gewesen..." abrupt drehte ich mich um und der halbgare satz erstarb augenblicklich. nö, das war kein notfall, vielleicht sogar kein unfall sondern nur ein kleines unfällchen und wir verbringen gerne unsere nachmittage im krankenhaus.... haha, was haben wir gelacht über diesen abgang vom fahrrad mit mehrfachen überschlag....

ich habe mich gezwungen, mir ihren namen nicht zu merken, ihre adresse nicht im telfonbuch nachzuschlagen und ihr nicht abends aufzulauern, um mit ihr gemeinsam die bedeutung des begriffes "notfall" zu definieren. 


-fortsetzung folgt-

Montag, 11. August 2014

wochenanfang

nach dem urlaub ist vor dem urlaub also bin ich gestern wieder laufen gegangen. es hat spaß gemacht, ich sah mit sicherheit gut aus in meinem coolen, schwarzen laufshirt und das hörbuch ist schön.

nach der hälfte der strecke machte sich jedoch ungemach an den füßen breit, erst ein wenig, dann ein wenig mehr und schlussendlich bin ich auf den außenkanten nach hause gewankt. sah jetzt nicht mehr so gut aus. 

ich habe mir blasen gelaufen.

gut, die schuhe waren von anfang an nicht so der hammer, aber nun hatte ich sie halt und jetzt mussten sie auch benutzt werden. ist ja nicht so, als wenn einem joggingschuhe hinterher geworfen werden. ist mir zumindest noch nie passiert. vielleicht bin ich in den falschen läden? ich schweife ab.

heute morgen also dann los zum laufladen meines vertrauens um dort auf dem parkplatz festzustellen, den laden gibt es nicht mehr. aha.
laut internetauftritt sollte er aber noch dort sein. war er aber nicht. nun gut, auch so kann man kunden verblüffen.

nächster laden, netter verkäufer, gute auswahl und ich, die ich joggend mit verschiedenen schuhen an den füßen dynamisch durch die gänge lief. natürlich dynamisch, beschwingt, geradezu leichfüßig - ich laufe ja quasi jedes mal beim training halbmarathon, was macht es mir da schon aus, immer wieder mit insgesamt 38 verschiedenen paaren schuhe runden durchs geschäft zu drehen. diverse marken wurden ausprobiert, der verkäufer raunte etwas von "typischem adidas-fuß" (ob adidas das weiß und wenn nicht, ob ich sie es wissen lassen sollte, ich bin ja offensichtlich ein ganz klarer werbeträger ihrer marke.. das sollte ihnen einiges wert sein, denke ich!)und ich nickte irgendwann euphorisch (sprechen ging grade nicht, musste mit meinem atem haushalten), der verkäufer war ebenfalls dankbar, mich nicht noch näher kennen zu lernen (nach dem 15 paar schuhe waren wir einverständlich beim "du" gelandet) und ich ging zur kasse.

völlig durchgeschwitzt hyperventilierte ich im aufzug, wo mich hoffentlich niemand mehr sah. erst zu hause habe ich dann festgestellt, dass ich mir knallpinke schuhe gekauft habe. heiliges blechle.... wenn ich jetzt in den straßengraben falle muss ich nur noch dafür sorgen, dass zumindest die füße herausschauen, dann werde ich auf jeden fall gefunden. 



bild 1: die neuen schuhe zeigen den bösen alten schuhe, wer jetzt hier herr (ne bei der farbe:) frau im hause ist

bild 2: meine füße schließen freundschaft mit den schuhen. gott sei dank sehen meine füße sehr schlecht...

Sonntag, 10. August 2014

da bin ich II



ein mittagessen, fünf kaffee und genau so viel schokolade später

auf ein neues. fotos klappt schon mal. titel noch immer nicht. verknüpfung mit dawanda shop haut nicht hin (irgendwas ist nicht erlaubt... ich verstehe nur leider die hälfte der begriffe gar nicht erst), aaaber, ich bin jetzt geduldiger, ganz bestimmt.

da bin ich

ha, ich habe jetzt schon den kaffe auf - von wegen mal eben so auf die schnelle nen eigenen blog einrichten...
ich hampel jetzt schon eeewiiig damit rum und was soll ich sagen: es läuft nicht rund. puuuh.

jetzt habe ich vorher schon gelesen, dass zum bloggen auch geduld gehört. der zusammenhang "bloggen" und "geduld" erschloss sich mir nicht auf anhieb. aber ich glaube, jetzt habe ich es verstanden.

und jetzt läuft es auch.... hoffentlich.

ich bastel nun mal ein wenig am aussehen dieser ganzen kiste hier herum. bin gespannt wieviel nerven mich das noch kosten wird. 

..... kaum ist so ein halbes stündchen ins land gezogen, habe ich drei graue haare mehr und bin kurz davor, das ganze projekt wieder in die tonne zu kloppen.

 es gelingt mir noch nicht einmal, meinen titel in die mitte zu rücken. es ist ja nicht so, als wenn ich ein wahnsinniges layout versuchen würde, oder, gott bewahre, tatsächlich irgendwelche fotos integrieren möchte. nein. ich! will! lediglich! die! überschrift! versetzen! aarggh.... 

gott sei dank liest sich diesen mist hier noch niemand durch....