Dienstag, 30. Dezember 2014

ende gelände

2014 geht zu ende und ich habe auf dem letzten drücker noch eine idee umgesetzt, die in meinem kopf wunderschön aussah. ein bisschen sorge machen mir solche wunderschönen-kopf-ideen dann immer bei der umsetzung, weil ich angst habe, dass es "in-echt" gar nicht mehr so schön ist, wie ich es mir vorgestellt habe. ABER: diesmal hat es funktioniert:



ich habe sie SOFATRÄUMER genannt, nähe gleich noch eins aus jeans und einem grauen stern in der mitte. danach nähe ich noch kleinere aus alten hemden, wobei die knopfleiste dann gleichzeitig der verschluss auf der rückseite ist und ich nähe noch welche mit nem dicken roten stern und dann.... muss ich endlich die noch fälligen anderen arbeiten erledigen...

und hier noch mein vorsatz für das neue jahr (wenn ich es aufschreibe und öffentlich mache ist der druck vielleicht hoch genug, es auch tatsächlich durchzuhalten): ich mache eine 365-tage-decke. ich weiß, dass ist ein projekt aus dem bald vergangenen jahr, aber mir haben die fotos von all den schönen, bunten decken ungemein gut gefallen, so eine möchte ich auch haben. 

mal schauen, gleicher ort, gleiche zeit, nächstes jahr, was dabei herausgekommen ist. :-)

ich wünsche uns allen ein super-duper-tolles und gesundes neues jahr 2015! 


nachtrag:
ich habe nicht mehr alles nähen können, die roten sterne fehlen noch, aber......  toll geworden sind se!:-)




Mittwoch, 24. Dezember 2014

heiligabend

frohe weihnachten an alle!

trinkt euch das wetter schön, genießt die ungeduld der kinder, lacht über das "essen bis zum platzen" und habt einfach eine wunderschöne zeit!


Montag, 22. Dezember 2014

gerade im wollladen

überraschenderweise kommt weihnachten immer ganz plötzlich, aber ich kann behaupten, dass ich jetzt (!) alle geschenke parat habe. 

ne, stimmt gar nicht, eins muss ich morgen noch abholen. aber im prinzip habe ich alles fertig (irgendwie). 

gut, wir haben eigentlich nichts geschmückt, gerade erst festgestetllt, dass die lichterkette kaputt ist (gegenseitiges: wolltest du dich nicht darum kümmern?..), gemerkt, dass das lange bestellte und bereits vermisste geschenk für eins der kinder doch schon seit tagen in unserem hause herumgammelt und lediglich auf der hutablage in der garderobe wurzeln schlug (und wir natürlich noch etwas gekauft haben im vorauseilendem gehorsam und in der sorge, jetzt ein teil nicht mehr zu bekommen. so, nun haben wir eins zu viel aaaargh...), haben heute morgen zu nachtschlafender zeit den großeinkauf erledigt, um uns anschließend begeistert auf die schulter zu klopfen ob dieser weisen vorraussicht und um dann festzustellen, dass wir ein viertel der benötigten sachen vergessen haben und nun doch noch einmal los müssen. aber ansonsten ist alles klasse.

heute morgen war ich in einem wollladen, um wolle und häkelnadel als weihnachtsgeschenk zu kaufen. 
der laden ist klein und gemütlich und gut sortiert, eine verkäuferin stand darin und eine warteschlange von 4 leuten war vor mir. so weit so gut. allerdings hatte die frau ganz vorne in der schlange irgendwie das zuhören so kurz vor weihnachten einfach mal abgeschaltet. sie wollte jetzt und sofort von der um fassung bemühten verkäuferin ihr strickmuster erklärt bekommen! schließlich würde morgen ja die "stricksprechstunde" ausfallen und sie wollte nun wissen, wo der fehler in ihrem projekt ist, völlig ungeachtet dessen, dass der laden aus allen nähten platzten und der mittag des 22.12 vielleicht nicht der richtige zeitpunkt dafür ist.
das ganze ging ein wenig hin und her, zumal das muster ganz offensichtlich recht komplex war und dies eine frage war, die nicht so schnell zu klären war. mit den worten: sie werden ja irgendwann am heutigen tage zeit haben sich darum zu kümmern, ich rufe dann morgen früh an und sie erklären es mir dann, verließ sie den laden und verschwand.

nicht nur die verkäuferin zeigte sich beeindruckt von soviel sturheit.



 
 


Freitag, 12. Dezember 2014

12 mal 12 in 12

ich habe mich auf die aktion gefreut (12 von 12 von http://draussennurkaennchen.blogspot.de/) , muss aber, genau wie letzten monat, feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, 12 einigermaßen interessante fotos des tages auszusuchen, zumal das wetter heute eine einzige, matschige katastrophe war. 


weihnachtspäckchen und Kleinigkeiten machen sich hübsch und gehen auf die reise
 

bei der pyramide können wir besinnlich ein wenig verweilen, es war nämlich s..schwer, die richtigen kerzen zu finden.

diese pyramide hat meinem oppa gehört (mindestens 2 p, schließlich befinden wir uns im ruhrgebiet) und hat jedes jahr weihnachten ärger gemacht. mal drehte sie sich nicht, dann flogen die flügel ab, dann drehte sie zu schnell: kurz, die dame ist eine diva.
mein oppa ist schon lange tot, an die pyramide erinnerten nur noch fotos und weihnachtsgeschichten, nach dem motto: "weißt du noch...?"

tja, und dann fanden wir sie auf dem dachboden meines vaters, als wir etwas ganz anderes suchten. wie immer in solch sentimentalen momenten ergriff mein vater die chance und drückte mir das teil mit einem liebevollen: "kannste haben, das drecksding, dreht sich ja eh nie..!" in die hand.  

so, nun stand sie zu hause auf der fensterbank und ich kaufte kerzen. erst waren sie zu dick, dann zu dünn. endlich fiel mir ein, dass wir einen fachmarkt bastelbedarf haben, der wirklich alles führt. und sollte er etwas nicht haben, geht die betagte inhaberin in den keller, ruckelt an ein paar regalen, stößt irgendetwas um und hat es dann doch. 
ich betrat den laden und fragte nach, ob ich die draußen ausgelegten weihnachtsbaumkerzen für meine pyramide nehmen könnte. mit kennerblick hatte ich gesehen, dass die bestimmt passen. ihre lakonische antwort: "ja, wennse die pyramide abfackeln wollen, könnse die nehmen." 
ne, wollte ich nicht. also "echte" pyramidenkerzen. ob ich die tülle mithätte? ne, ich dilletant hatte natürlich nicht. sie schaute mich skeptisch über den brillenrand an, ich wurde langsam unruhig. war ich überhaupt würdig, pyramidenkerzen zu erstehen, wenn ich noch nicht einmal wusste, welche größe ich bräuchte?... 

nach einem längeren schweigen wurde ich aufgeklärt, das pyramidenkerzen mitnichten einfach pyramidenkerzen seien, dass es so viele verschiedene arten wie sand am meer gäbe aber dass sie sich sicher sei, dass ICH bestimmt ein standardmodell hätte. 

hmmm. in erinnerung an das zickige teil war ich mir da nicht so sicher.

mit todesverachtung kaufte ich eine packung standard-pyramidenkerzen und siehe da: sie passten. 
 seitdem dreht sie sich anstandslos. die jahre auf dem dachboden haben sie demütig werden lassen, keine frage. 



kaffe muss immer, am besten aus dem lieblingspott
 

wie gesagt, motschig heute


arbeit, arbeit, arbeit
egal wie lange ich es offensichtlich herumliegen lasse, die heinzelmännchen finden meinen schreibtisch nicht. habe jetzt schokolade danebengestellt.



noch mal arbeit: ganz schön widerspenstig so ein schlüsselband, bis es sich mal im richtigen licht fotografieren lässt
 

 keksteller vorher


keksteller nachher


glitzer ist an einem so tristen tag genau richtig


jawoll, mein fotobuch ist gekommen


sommertaschen, die darauf warten reduziert und verkauft zu werden. aber nicht mehr alle heute. :-)
jetzt geht es ab in den feierabend.

Montag, 8. Dezember 2014

Sonntag, 30. November 2014

1. advent

unser erster advent war dieses jahr auch gleichzeitig geburtstag.

 lecker, besinnlich, aufgeregt und mit relativ viel arbeit sind wir in den dezember gestartet und haben festgestellt, dass das zunehmende alter der eltern deutlicher wird und wir uns auch mit diesem thema auseinander setzen müssen (ob wir wollen oder nicht). 







 

Mittwoch, 26. November 2014

gutschein III & schnupfen zieht ein

als ich die hoffnung bereits aufgegeben hatte, habe ich DEN gutschein doch noch wieder gefunden und kann ihn nun, mit reichlich verspätung, endlich beim geburtstagskind abgeben. ich wollte wirklich schon einen neuen kaufen....

das wetter wird kälter und der schnupfen hat sich ein warmes, gemütliches plätzchen bei uns gesucht und ist fleißig dabei, sich zu vermehren. kuschelig vor dem kamin hockend lauert er auf seine opfer und hat sich schon auf jeden aus der familie mit "juchu" und "kawumm" geworfen. taschentücherfabriken freuen sich! 

deshalb habe ich heute morgen neue taschentüchertaschen genäht. herrlich unnützer kram, der trotzdem spaß macht und ein wenig farbe in den tristen schnupfenalltag bringt. 





jetzt müssen wir nur aufpassen, dass aus diesem, an sich harmlosen schnupfen, nicht die ausgewachsene und immer absolut tödlich verlaufende, aggressive männer-grippe wird... ;-) 

Sonntag, 16. November 2014

sonntagmittagwochenendrückblick

draußen nur regen, drinnen tee und gemütlichkeit. neue stoffschere gekauft und drauflosgeschnitten (herrlich. mit der alten habe ich versucht, einen metallreißverschluss durchzuschneiden), lecker gekocht, rumgegammelt, am schreibtisch gearbeitet, wohnung aufgeräumt... das übliche halt...


rote beete salat mit apfel und feta, hmmmm


zugeschnitten, aber noch nicht fertig


 neue, kuschelige wolle


 federmäppchen


frühlingsboten, dachte ich. warum die jetzt verkauft werden? sehen trotzdem gut aus auf dem esstisch

Samstag, 15. November 2014

gutschein II

ich werde wahnsinnig, ich finde den gutschein nicht mehr. nach dem peinlichen telefongespräch habe ich ihn "gut weggepackt" - jetzt ist es halb vier, ich bin um 16.00 zum kaffee eingeladen und finde diesen f*** gutschein nicht mehr. ich könnte schreien!

Mittwoch, 12. November 2014

12 von 12 im november und blamage am telefon

das fotoprojekt 12 von 12 finde ich interessant, ich mache da mal mit (http://draussennurkaennchen.blogspot.de/) . allerdings war es gar nicht so einfach, den ganzen tag über an die kamera zu denken (zumal es die große kamera ist, die kleine ist ja noch nicht einsatzbereit).

neben dem fotografieren habe ich heute noch einen schönen, peinlichen auftritt am telefon hingelegt:

ich habe am montag einen gutschein im buchladen gekauft, der auch in der parfümerie eintauschbar ist, als geburtstagsgeschenk für samstag. da ich gleichzeitig auch noch ein geschenk für das tochterkind gekauft habe, habe ich die tüte aus dem auto in den schrank geschmuggelt und weggeschlossen. heute habe ich hineingeschaut und festgestellt, dass der gutschein fehlt. 
ich habe die tüte ausgeräumt, sie umgekrempelt, im buch nachgeschaut, im schrank gesucht - er war nicht da. mit dem bon in der hand habe ich im geschäft angerufen, um zu fragen, ob er dort liegen geblieben ist. das war jetzt die einzige logische erklärung für mich.
die dame am appart war recht nett und schaute auch sofort nach. nach einiger zeit und einigem suchen tat es ihr leid, aber der gutschein sei nicht dort.

ich merkte, wie ich grummelig wurde. wie sollte ich denn nun beweisen, dass ich den gutschein zwar gekauft, aber nicht bekommen habe? 

da könnte sie ja nun nichts zu....flötete sie freundlich in den hörer.


stimmt schon, (schätzchen!) aber DU bist gerade am telefon. ich lief langsam warm und beschwerte mich lauthals und mehrfach. das könnte ja wohl nicht sein, dass ich gekaufte und bezahlte ware nicht eingepackt bekäme. sie solle sich mal vorstellen, sie kaufe eine hose und eine bluse und würde zu hause erst bemerken, dass die bluse nicht in der tüte ist. sie würde sich doch auch ärgern! (alles andere ist mir entfallen.... nun ja, zumindest wiederhole ich es hier nicht)

das sie dann auch gleich ein, konnte mir aber noch immer nicht helfen und holte den geschäftsführer ans telefon.

das dauerte ein wenig und in der zwischenzeit hatte ich die blitzidee, doch mal im kofferraum nachzuschauen. und natürlich lag der gutschein dort. klein und unschuldig und in knallgrün eigentlich auch nicht sonderlich gut getarnt auf der braunen auslegeware.

mir wurde ein wenig schwummerig. während der eloquente geschäftsführer (der hatte offensichtlich schon öfter laute kundinnen von einer palme gepflückt) mir nun mit geübten worten erklärte, dass ich anhand der verkaufsnummer selbstverständlich einen neuen gutschein ausgestellt bekommen könnte, ruderte ich zurück und entschuldigte mich vielmals. für meinen übereilten anruf, für meine wortwahl, für meinen ton und überhaupt. danach legte ich ganz sanft auf und hoffte, dass sie sich nicht meinen namen gemerkt hatten.

puuuh

so, nun zu den 12 bildern des heutigen tages:

ohne kaffe geht gar nichts


danach dann noch ein wenig aus dem fenster gestarrt... oder aufs bild... oder einfach in leere... :-)


irgendwann gemerkt, dass es wirklich schön heute draußen ist und den garten betrachtet, der langsam verwildert. der vom fahrrad gefallene mann war diesen herbst nicht in der lage, die heckenschere zu schwingen - und ich auch nicht, auch ohne fahrradunfall



auf dem weg zur post neugierige schafe entdeckt. waren die schon immer dort?


zwischenkaffee mit der nachbarin. muss auch mal sein.


socken stricken


lavendelsäckchen nähen
 


kuchen backen. einfach nur so



den abend genießen


nicht gezeigt: die (gefühlt) 98 mails, die ich heute schreiben musste, das besagte telefon, mit dem ich der dame so unrecht getan habe, das aufräumen der küche nach dem backen, das kind mit bauchschmerzen auf der couch, die 5 ladungen wäsche, den chaotischen zustand des schreibtische, die unaufgeräumten ecken des gartens. 

weils besser ist.

irgendwie doch ein herrlich langweiliger, ruhiger tag. :-) auch mal schön.












Samstag, 8. November 2014

kamerareparatur

ich besitze zwei kameras: eine große, tolle, digitale spiegelreflexkamera und eine kleine, feine, digitale kamera, die immer dann mitdarf, wenn die große einfach zu unhandlich ist. die kleine ist sooo klein, dass sie sogar in die hosentasche passt und nicht stört und trotzdem suppper bilder macht.

bei meiner kleinen, heißgeliebten kamera ist irgendwann der deckel des batteriefaches abgebrochen. zunächst habe ich mir mit klebeband geholfen, aber da im gleichen fach auch die karte steckt, war das sehr unhandlich und hielt einfach auch nicht gut. jetzt geht gar nichts mehr, weil es mir mit tesa nicht mehr gelingt, genug druck auf den deckel zu bekommen, um den kontakt herzustellen - ich kann die kamera als nicht benutzen.

gekauft hat mein mann das teilchen bei expert bening, es ist eine canon.

im sommer vor dem urlaub habe ich mich in dem kundenservicecenter unseres ladens erkundigt, ob ich die kamera reparieren lassen kann, was das kostet oder ob ich einfach den deckel nachbestellen kann.

der gute mann teilte mir mit, dass ich die kamera in das reparatur-service center schicken lassen kann, das würde für den prüfbericht und den kostenvoranschlag dann 49,-€ kosten.


prüfbericht? was für ein prüfbericht?

mir würde dann fachkundig mitgeteilt, was genau an meiner kamera kaputt ist. 

? hä? das sehen wir doch beide, was kaputt ist. oder?
 warum soll ich 49,- dafür bezahlen, dass mir jemand sagt, das mein batteriefachdeckel abgebrochen ist? 

diese 49,- werden dann mit der reparatur verrechnet, wenn ich sie denn durchführen lasse. sollte die reparatur günstiger sein, bekomme ich über den rest einen warengutschein ausgestellt, den ich dann, natürlich, bei expert bening einlösen kann.
so oder so, ich müsste 49,- bezahlen! so! und das ist immer so und was anderes gibt es nicht. 

nach einigem unverständnis auf beiden seiten waren wir dann soweit, dass ich auch nur den deckel bestellen könnte (wenn ich mir denn sicher sei, dass ich den auch wirklich alleine einbauen könnte, schwafelte er über die theke mit einem gönnerhaften lächeln.  klar kann ich das. selbst wenn ich es nicht kann, kann ich es jetzt auf jeden fall!)
das ging dann aber trotzdem nicht, weil ich die kamera nicht mithatte und den genauen typ nicht auswendig kannte. ich wollte mich ja ursprünglich nur erkundigen.leicht genervt wankte ich dort raus und habe die kamera erst mal gelassen, wo sie war. urlaub geht auch mit einer kamera!

jetzt ist herbst, herrliche farben draußen und ich merke, dass ich weniger fotografiere, weil ich nicht immer die große kamera mitschleppen möchte. also schnappte ich mir die kleine und fuhr zu expert, damit der richtige deckel bestellt werden konnte. diesmal war eine junge frau hinter dem tresen.

sie nahm die kamera, tippte ein wenig an ihrem computer und teilte mir mit, dass sie dieses ersatzteil leider nicht bestellen könnte. sie könnte mir eine neue karte oder ein ladekabel bestellen, mehr nicht. ? karte? ladekabel? ich starrte auf meine kamera und war auch nach eingehender prüfung immer noch der meinung, dass ich das nicht brauchte.


während ich noch irritiert auf meinen gebrochenen deckel schaute, erklärte sie mir das kundenfreundliche prinzip des prüfberichtes für 49,- und der anschließenden reparatur, wenn ich denn wollte.

gut, also noch einmal von vorne. 

wir sind uns darüber einig, dass wir wissen, was kaputt ist, auch wenn wir keine kamera-reparatur-profis sind?

jo, sie stimmte zu. eindeutig sei der deckel abgebrochen.

warum soll ich also 49,- bezahlen, wenn ich weiß, was beschädigt ist und nur das ersatzteil brauche?

 weil sie dieses ersatzteil einfach nicht bestellen kann!

gute frau, ne neue karte oder ein ladekabel ist doch kein ersatzteil! außerdem, wenn sie nicht an den deckel kommen, wieso schafft das dann ihr servicecenter?

weil das servicecenter dazu befugt ist, sie nicht.

aber sie arbeiten doch mit dem servicecenter zusammen, es kooperiert mit ihnen oder gehört sogar zum geschäft?!

ja, aber das kann sie trotzdem nicht, es täte ihr leid. der laden, und somit auch sie, wären von canon nicht autorisiert.

ach du scheiße, sie verkaufen sämtliche canon produkte illegal? (ob das wohl ihr chef weiß?...)empört schaute ich sie an.

ausdrucklos starrte sie zurück und erklärte mir, das ich als endverbraucher (so hieß ich übrigens während des ganzen gesprächs) keine gewähr darauf hätte, dass ich den kram ersetzt bekomme, wenn ich etwas mutwillig zerstöre. außerdem, bei einer so alten kamera...

äh, der kameratyp wird genau so noch drüben in ihrem laden vertickt, es ist ein bestseller von canon. es ist also völlig egal, ob die kamera bereits 5 jahre alt ist oder nicht. 
von mutwillig kann keine rede sein und selbst wenn, geht sie das einen feuchten kericht an und ändert auch nichts an der tatsache, dass sie nicht in der lage ist, das einzige manuelle teil der kamera als ersatzteil zu beschaffen, ihr servicecenter es gegen hohrende summen jedoch kann. erstaunlich. wahrscheinlich gießen sie die deckel dort selber und passen jeden deckel (denn jeder deckel ist anders, ganz klar) maßgefertigt dann ein.

langsam entglitten ihr die gesichtszüge, aber noch lächelte sie tapfer. ich nicht mehr. 

ich könnte mich ja auch selber an den hersteller wenden, war ihr neuester vorschlag, während sie unter dem überlebensgroßen plakat von expert stand, auf dem der erstklassige und reibungslose kundenservice gelobt und hervorgehoben wurde.

weil ich ernsthaft dachte, dass sie das für mich tun würden, da die kamera hier gekauft worden ist.

warum ich die kamera denn jetzt nicht einfach einschicken lassen wollte? 

das hat sie jetzt nicht gesagt, oder? fassungslos sammelte ich mich.
 weil ich keine 49,- bezahlen möchte für einen einfachen deckel, der garantiert unter 20,- kostet!

ja gut, ich könnte mir natürlich auch drüben einfach eine neue kamera kaufen, den typ gibt es ja noch.

ich brach das gespräch ab, wünschte ihr einen schönen tag und ging mit meinem dicken hals zum auto, pampte meine kinder, meinen mann und jeden ahnungslosen fußgänger, der mir in die quere kam, an, und setzte mich zu hause an den pc, um diesen bekackten deckel selber zu bestellen!

natürlich kann ich diesen deckel problemlos für kleines geld selber kaufen, photo-schemkes verkauft die dutzendweise. wahrscheinlich habe die alle deckel deutschlandweit aufgekauft, deshalb gießen sie im servicecenter von expert bening die deckel tatsächlich selber, wer weiß...das würde dann zumindest den preis erklären.

außerdem sind solche wunderbaren loriot-gespräche immer wieder schön.

zumindest mit ein wenig abstand.... 







Montag, 27. Oktober 2014

beute machen

ich habe gestern unnützes, schönes zeug gekauft. :-) 


von steffideen - schmückt jetzt den küchentisch

Sonntag, 26. Oktober 2014

alltag im klassenzimmer

sämtliche hier geschilderten ereignisse sind natürlich völlig aus der luft gegriffen und satirisch überspitzt und passieren so eigentlich nie. is klar.

 https://www.youtube.com/watch?v=kNViCt1Ihk8

das da oben kann ich wirklich empfehlen: herr schmid und sein englischunterricht, genau so isset!

ich erinnere mich auch gerne an meine stunde, als der chef mich besuchen kam, um zu schauen, ob ich meine probezeit tatsächlich beenden kann.

gut vorbereitet stand ich im klassenzimmer, die kinder waren mir freudlich gesonnen und wussten, dass diese stunde durchaus wichtig für mich war.
natürlich war ich bestens vorbereitet, mördermäßiger materialeinsatz war geplant, ich war geduscht und adrett zurecht gemacht, den stundenablauf konnte ich in der theorie im schlaf herunterbeten.

alles lief prima, bis der kleine daniel aufzeigte und sich lauthals darüber beschwerte, dass sein nachbar bei der partnerarbeit aber so was von gar nicht mitmachen würde und überhaupt auch keine ahnung hätte. mit griffigen ermahnungen wollte ich diesen unangenehmen daniel-nachbarn pädagogisch schnell überzeugen, dass das ja mal kein tolerierbares verhalten sei - aber halt, daniel hatte meinen chef neben sich sitzen... äh, könnten sie dann bitte auch einfach mitarbeiten, daniel hat sonst keine partner für die arbeit.....

es ging darum, den spannungsbogen einer geschichte zu visualisieren. dafür hatte ich die bildergeschichte für alle bereits ausgeschnitten und in kleinen umschlägen für jedes kind parat, ebenso war das arbeitsblatt natürlich vorbereitet. (so einen vorgefertigten quatsch macht man auch nur bei vorführstunden, aber da muss es dann auch sein. unter umständen sind sonst 30 kinder bereits mit dem ausschneiden 45min beschäftigt, ohne dass wir zum eigentlichen thema kommen: 5 haben garantiert keine schere mit, 3 können auch jetzt noch nicht vernünftig an der linie entlang schneiden, der kleine dicke jan aus der letzten reihe hat bestimmt aus versehen quer durch das bild geschnitten und hannes sieht überhaupt nicht ein, solch niedere arbeiten zu verrichten) außerdem hatte ich die bildergeschichte ausgeschnitten ebenfalls auf folie, um sie für alle am tageslichtprojektor auflegen zu können.

die partnerarbeit war beendet, ich schaltete jenen besagten projektor an und erklärte den weiteren verlauf, als tim aus der ersten reihe hektisch aufzeigte und mit dem arm in der luft herumfummelte.

pst tim, jetzt nicht. warte noch einen moment, ich erkläre eben zu ende.

das geht nicht frau d., das ist wichtig!

tim, das glaube ich dir, aber jetzt geht es wirklich nicht. (ich versuchte weiterhin freundlich zu lächlen)

frau d! sie müssen mir zuhören!

zähneknirschend wandte ich mich ihm wieder zu: was um alles in der welt ist gerade jetzt so wichtig, dass es nicht warten kann?

der projektor brennt!

ach du scheiße, ich drehte mich um, es stimmte. kleine rauchfäden stiegen auf, ein unangenehmer geruch verbreitete sich, die aufmerksamkeit der kinder war ganz bei mir.
ich merkte, wie mich mein deo verließ und ich panisch versuchte das ding aus zu machen, bevor es den feuerarlarm aktivieren würde. 

das gelang mir, ich schob das stinkende teil aus dem klassenraum und leerte vorsichtshalber noch die gießkanne darüber aus, und setzte den unterricht fort. ohne folien, ohne projektor, ohne auch nur ansatzweise in der geplanten zeit zu sein und mit schweißrändern bis zum hosenbund.

irgendwie beendete ich die stunde mit souveränem improvisieren an der tafel. ich habe die probezeit bestanden. mein chef war ganz angetan davon, dass ich auch in kritischen situationen herrin der lage sei . improvisatinstalent wäre eine ganz wichtige eigenschaft bei lehrern!

10 jahre später weiß ich, dass er absolut recht hat!

Montag, 20. Oktober 2014

einkauf

am samstagmorgen haben wir einen grundlageneinkauf bei aldi gemacht, der wagen war voll.

wie wir alle wissen, sind die damen an der kasse bei aldi, gehetzt von einer inneren unruhe, immer so schnell beim einscannen, dass man es nie schafft, einigermaßen hinterher zu kommen. völlig überfordert werden die sachen von der kasse weg in den wagen geschleudert und mindestens einen joghurt schmettert es dabei immer.

freunde von mir haben zu studentenzeiten regelrecht geübt. sie habend die beste taktik des wagen-einpackens bereits beim auflegen der ware auf das band abgesprochen und sind immer ausgeruht und niemals verkatert zum einkaufen gegangen, weil sie eine persönliche fede mit den verkäuferinnen ihres heimataldis hatten, wer schneller ist. 
 gerüchte besagen, dass sich auch die verkäuferinnen unter der woche im trainingslager befanden und nur die beste mit grimmigen blick am samstag an der kasse sitzen durfte, um die beiden jungen herren mal wieder vernichtend zu schlagen. 
monate später soll es ihnen gelungen sein, eine junge, ahnungslose aushilfsverkäuferin "platt zu machen". die arme musste danach den laden wechseln, weil sie bei den anderen mitarbeiterinnen "unten durch" war, schließlich galt es, einen ruf zu verteidigen.

diese episode im kopf, versuchte ich diesen samstag, unsere ware unfallfrei zu verpacken, ohne dass sich die dinge nach der kasse gefährlich zu stapeln begannen und fragte die verkäuferin, "ob sie denn schon einmal von kunden geschlagen worden sei."

sie stoppte, hielt inne und scannte nichts mehr ein. "nein, dass sei ihr noch nie passiert. sie würde aber auch ordentlich zurück hauen!"

verdattert starrte ich sie an. zurückhauen? wen und warum?

der weltbeste ehemann befand sich zu diesem zeitpunkt bereits vor lachen quasi unter dem einkaufswagen.

egal, was ich jetzt noch versuchte zu erklären oder richtig zu stellen, ihr misstrauen war mir sicher. aus den augenwinkeln behielt sie meine hände im blick und wünschte uns recht frostig ein angenehmes wochenende.

puuuh.... ich stehe bestimmt demnächst unter beobachtung beim einkaufen.....

Donnerstag, 9. Oktober 2014

klassenfahrt und ferien

es sind herbstferien und wir waren in weimar und im harz, wir hatten gigantisch schönes septemberwetter im oktober und reichlich gute laune.







alles war bestens, bis uns in der jugendherberge im harz mitgeteilt wurde, dass am nächsten tag 4 schulklassen die bis jetzt fast ausgestorbene übernachtungsstätte bevölkern würden. nun gut, wen wollte sie jetzt damit schrecken? 

frohgemut betraten wir am nächsten abend nach wunderschönen wanderungen und guten shoppingergebnissen die jugendherberge und wurden bereits im eingangsbereich mit den worten "ey alter" überrannt. das lehrergen brach prombt bei mir durch und ich wollte dementsprechend darauf antworten - aber halt. ICH habe ja ferien... nicht meine baustelle. ich lächelte, machte platz, nahm meine eigenen kinder aus der schusslinie und ging weiter. schau mal, so einfach kann das sein.

der weiseste aller männer gab die marschrichtung fürs abendbrot aus: bloß nicht zu früh im speisesaal sein, sonst treffen wir noch (gott bewahre) auf schulklassen.... wer will das schon?

gegen ende der essenszeit schlenderten wir richtung nahrung um festzustellen: wir sind zu früh! ohrenbetäubender lärm schlug uns entgegen, sämtliche tische waren belegt (auch die, an denen niemand mehr saß, sie waren nämlich weder abgeräumt noch abgeputzt), dass buffett war nur noch rudimentär erkennbar... aber es half nichts, die konnten ja nicht ewig bleiben. 
schreiend verständigten wir uns auf einen gemeinsamen tisch (irgendwo gaaanz weeeiit hinten im raum), fuhren die ellenbogen aus und verschafften uns etwas zu essen.
unsere kinder standen teilweise paralysiert zwischen den tischen herum und starrten unhöflich mit offenen mündern: kinder, die in jacke und mütze am abendbrottisch saßen, dafür hatten andere weder socken noch hausschuhe an; jugendliche, die sich mit brotstückchen bewarfen, während andere versuchten, sie ohne benutzung der hände auf zu fangen; mädels, die bereits am ersten abend so heftig und lautstark über andere mädels lästerten, das eine handfeste schlägerei hier und jetzt nicht abwegig erschien und nirgendwo waren die betreuenden lehrer. 
wahrscheinlich hatten sie den herbergsvater gnadenlos bestochen und die hausinterne kneipe bereits jetzt geentert und den monatsvorrat schierker feuerstein weggeext.ich hätte es verstehen können.

endlich saßen wir und betrachteten das schauspiel aus relativer ferne und waren uns natürlich einig, dass ein abendessen auf klassenfahrt mit unseren klassen NIEMALS und unter keinen umständen dermaßen von statten gehen würde! kopfschüttelnd zählten wir lautstark (anders ging es ja nicht) auf, welche pädagogisch wertvollen maßnahmen wir bereits jetzt eingeleitet hätten, welche strategen bereits jetzt hausarrest bis zum abi hätten, welcher knilch bereits jetzt der erste kandidat für die vorzeitige heimreise wäre und was wir alles mit den-sich-offensichtlich-verpissenden-kollegen anstellen würden. ... diese saßen direkt am nachbartisch und lauschten gebannt unseren ausführungen. 

nun ja (selbst schuld, was setzen sie sich auch in die hinterletze ecke, kann ja keiner ahnen, dass sie dazu gehören. pff)

nach dem abendessen gingen wir schnellstmöglichst zum notwendigen rotweintrinken in die hausinterne kneipe, verblüffenderweise wurden wir auf dem weg dahin von den kollegen auf klassenfahrt überholt. 

selbstverständlich gab es kein abendprogramm für die marodierende bande 8-klässler, stattdessen wurde anscheinend in einem aufopferungsvollen experiment versucht herauszufinden, welches zimmer die meisten flaschen aus dem 4ten stock werfen konnte (4 colaflaschen) und wie weit, welche türen als erstes aus den angeln fliegen würde (zimmer 302, trakt b), wer als erster und wer mit den besten verletzungen aus der kurve des treppenhauses fliegt (der wettkampf war leider noch nicht beendet, ergebnisse werden nachgereicht) und welches klo als erstes komplett verstopft sein würde (das gelang leider niemandem, wie bedauerlich). das normale programm also, wenn sich dutzende von jugendliche auf einem haufen langweilen.

stoisch und zügig tranken wir unseren wein und freuten uns auf die nacht. hautnah miterleben durften wir noch den dramatischen einakter des mädchenflurs (ich geh nie!! wieder mit den schlampen auf ein zimmer!) und die hetzjagd des jungenflügels (die haben all meine socken in der dusche ertränkt).

ICH habe mich an diesem abend gar nicht aufgeregt, dafür ist der weltbeste ehemann ein wenig die flure abgeschritten, hat sich mit dem ein oder anderen pädagogen noch ein wenig freundlich unterhalten und sich danach, genau wie ich, ohrstöpsel gegönnt.

wir fanden es nicht schlimm, am nächsten tag abzureisen.außerdem regnete es in strömen - es sei ihnen gegönnt!